Neun bekannte Anbieter im deutschen Markt im direkten Vergleich: Grundgebühr, Eigenanteil mit Pflegegrad, Notrufzentrale (eigene vs. Partner), Sturzerkennung, mobile Geräte, Spracherkennung. Stand der Daten: April 2026, neuer GKV-Hausnotrufvertrag in Kraft seit 01.04.2026. Pflegekassen-Zuschuss bis 25,50 €/Monat (§ 40 SGB XI, PG 52).
9 AnbieterDaten Stand April 2026Anbieterneutral & werbefrei
Anbieter im Vergleich
Standardgeräte für den stationären Hausnotruf. Preise ohne Einmalkosten (Anschlussgebühr ca. 10–70 € einmalig). Mit Pflegegrad werden bei anerkannten Anbietern bis zu 25,50 €/Monat von der Pflegekasse übernommen.
🔍 Werbefrei & unabhängig: Kein Anbieter zahlt für Aufnahme oder Position. Sortierung nach objektiven Kriterien (Eigenanteil mit Pflegegrad, Listenpreis, Name) — keine Provisionen, keine Affiliate-Links, keine bezahlte Hervorhebung. Methodik & Datenquellen
Zuschuss: 25,50 €/Mo
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💶 Pflegekassen-Zuschuss
Wer einen anerkannten Pflegegrad (1-5) hat, bekommt das Hausnotrufgerät weitgehend kostenlos. Die Pflegekasse übernimmt:
Einmalige Anschlussgebührbis 10,49 €
Monatliche Grundgebührbis 25,50 €
Voraussetzung: Anbieter ist von den Pflegekassen zugelassen (§ 40 SGB XI, Produktgruppe 52). Die großen Wohlfahrtsverbände (DRK, Johanniter, Malteser, ASB) sind es grundsätzlich.
ℹ️ Hausnotruf — Hintergrund
Wie funktioniert es, was kostet es, wie beantragt man den Zuschuss?
🆘 Wie funktioniert ein Hausnotruf?
Ein Basisgerät wird an die Telefonleitung oder per Mobilfunk an eine Hausnotrufzentrale angeschlossen. Der Nutzer trägt einen Funksender als Armband oder Halskette. Ein Knopfdruck löst rund um die Uhr einen Notruf aus — die Zentrale meldet sich per Freisprecheinrichtung und entscheidet: Angehörige, Hausarzt, Rettungsdienst, Schlüsseldienst.
📱 Stationär vs. Mobil
Stationäres Gerät: funktioniert nur in der Wohnung (meist Radius 50-100 m). Reicht für Personen, die überwiegend zu Hause sind.
Mobiles Gerät (GPS): funktioniert auch draußen, Zentrale kann den Standort lokalisieren. Sinnvoll bei Spaziergängen, Reisen, Demenz mit Weglauftendenz. Zusatzkosten ca. 10–30 €/Monat.
🚨 Automatische Sturzerkennung
Moderne Geräte erkennen Stürze per Beschleunigungssensor automatisch — auch wenn der Knopf nicht mehr gedrückt werden kann (z. B. Bewusstlosigkeit). Achtung: Fehlalarme sind möglich. Meist als Zusatzoption für ca. 5–10 € monatlich.
💶 Zuschuss beantragen — Schritt für Schritt
Pflegegrad vorhanden? Falls nein: Antrag bei der Pflegekasse (kostenlos, per Telefon möglich)
Anbieter wählen — mit Pflegekassen-Zulassung. Die Wohlfahrtsverbände haben das in der Regel
Antrag bei Pflegekasse: Der gewählte Anbieter gibt einen Antragsvordruck mit — oft wird er direkt vom Anbieter an die Kasse geschickt
Installation: Der Anbieter kommt ins Haus, prüft die technischen Voraussetzungen, installiert und erklärt
Kostenaufstellung: Der Nutzer zahlt die volle Monatsgebühr, die Kasse erstattet direkt an den Anbieter
🔑 Schlüsseldepot & Schlüsselservice
Viele Anbieter bieten einen Schlüsseltresor an der Haustür oder verwahren Ersatzschlüssel in der Zentrale. So kommt der Rettungsdienst im Ernstfall in die Wohnung, ohne die Tür aufbrechen zu müssen. Kosten ca. 50-100 € einmalig oder 3-8 € monatlich.
⚠️ Worauf achten?
Vertragslaufzeit: möglichst kurz (1-3 Monate Kündigungsfrist). Manche Anbieter haben Jahresbindung
24/7-Erreichbarkeit der Zentrale (nicht Anrufbeantworter!)
Testalarme: regelmäßig auslösen, um Funktionsfähigkeit zu prüfen
Akkulaufzeit des Armbands: 6-24 Monate typisch, muss getauscht werden
Technische Voraussetzungen: Telefonanschluss (Festnetz oder DSL), ggf. Mobilfunk-Modell wenn kein Festnetz vorhanden
📋 Datenlage & Haftungshinweis
Die Preise und Leistungsangaben stammen aus öffentlich zugänglichen Quellen der jeweiligen Anbieter (Stand: April 2026) sowie der GKV-Spitzenverband-Vereinbarung zum Hausnotruf-Vertrag, der zum 01.04.2026 in Kraft getreten ist. Mobile Tarife, Anschlussgebühren, Zusatzleistungen und Vertragslaufzeiten können regional abweichen. Bei den Wohlfahrtsverbänden (DRK, Johanniter, Malteser, ASB, Caritas) sind die einzelnen Landes-/Kreisverbände eigenständige Vertragspartner — bitte vor Vertragsabschluss die regional gültigen Konditionen direkt beim jeweiligen Anbieter prüfen.
PflegePur-Versprechen (Werbefreiheit & Unabhängigkeit): Dieser Vergleich ist anbieterneutral und unbezahlt. Kein Anbieter zahlt für Aufnahme, Hervorhebung oder Sortierreihenfolge in diesem Tool. Auch wenn ein Anbieter ein kostenpflichtiges Bundesweit-Profil auf den PflegePur-Regionalportalen bucht, beeinflusst dies weder seine Aufnahme in diesen Vergleich noch seine Position oder Darstellung. Die Reihenfolge ergibt sich ausschließlich aus den objektiven Vergleichskriterien (Eigenanteil, Leistungen, Name). Sollten Sie als Anbieter sachliche Korrekturen oder Aktualisierungen wünschen, melden Sie sich bitte bei: kontakt@pflegepur.de
🏢 Eigene Notrufzentrale vs. Partner-Zentrale
Manche Anbieter betreiben eigene Notrufzentralen (z. B. die meisten Wohlfahrtsverbände sowie ALBEVO, Vitakt, Libify). Andere lagern die Alarmbearbeitung an Vertragspartner aus (z. B. Loya.Care nutzt nach eigenen Angaben die DRK-Notrufzentrale). Bei der Caritas ist die Trägerschaft regional unterschiedlich organisiert. Beide Modelle können qualitativ gleichwertig funktionieren — der Unterschied liegt vor allem in Markenidentität und Steuerung der Servicequalität.